Abdominoplastik / Bauchschürzenentfernung

Nach erheblicher Gewichtsabnahme oder nach Schwangerschaft kann die Spannung der Bauchhaut nachlassen, so dass es zur Ausbildung von Falten im Bauchbereich kommt, gelegentlich auch zur Bauschürzenbildung.

Mit einer Bauchdeckenstraffung ist die Wiederherstellung einer glatten, harmonischen und schlanken Bauchregion möglich.

Welche Ergebnisse können erzielt werden?

Bei schlanken Patienten/-innen wird eine straffe Silhouette erneut modelliert. Bei vollschlanken Patienten/-innen wird der Taillenumfang nach der OP deutlich verringert und die gesamte Figur im Bauchbereich harmonisiert. Die Haut und Fettüberschüsse verschwinden. Es kann allerdings aus einer vollschlanken Figur keine zierliche Figur gezaubert werden.

Anästhesieformen

Diese Operation erfolgt stets unter stationären Bedingungen in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose).

Wie verläuft die Operation?

Ich führe die Bauchdeckenstraffung meistens in Kombination mit einer Fettabsaugung (Liposuction, Aspirationslipektomie) durch.

Nach der Liposuction wird ein querer Schnitt tief im Unterbauch gesetzt und der Haut-/Fettlappen bis zum Rippenbogen von der Muskelhaut abgehoben.

Der Nabel wird herausgetrennt und nach Abtragung von Haut und Fettüberschusses in der Mittellinie wieder neu platziert. In manchen Fällen bei Schwäche der Bauchmuskulatur werden die beiden Bäuche des geraden Bauchmuskels mit bleibenden Nähten vereinigt. In dieser Weise wird die vordere Bauchmuskulatur gestrafft. Nach Einlegen von Silikon-Drainagen (um die überflüssige Wundflüssigkeit auszuleiten) wird die Haut mehrschichtig mit feinstem Nahtmaterial verschlossen, wobei die oberflächliche Naht unter der Haut nicht sichtbar ist.

Postoperativ wird ein Bauchgurt angelegt.

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Für die Dauer von 14 Tagen vor der OP soll auf Aspirin und andere blutverdünnende Medikamente verzichtet werden. Es empfiehlt sich ebenfalls auf alkoholische Getränke zu verzichten. Die Hautpflege mit elastizitätsverbessernden Cremes ist für die Dauer von ca. 4 Wochen vorteilhaft.

Zur vorherigen Stärkung der Bauchmuskulatur empfehle ich Bauchgymnastik z. B. nach Pilates.

Was passiert nach der Operation ?

Es entsteht ein Spannungsgefühl in der Bauchhaut und geringe bis gar keine Schmerzen. Blaufärbung der Haut im Unterbauch und im Schamhügelbereich vergeht nach 10 bis 14 Tagen. Die Schwellungen bilden sich in vier bis sechs Wochen zurück.

Welche Risiken sind zu beachten?

Bei einer Nachblutung ist eine Revision des Operationsgebietes mit Blutstillung erforderlich.

In einigen Fällen müssen Blutergüsse oder Serome (Ansammlung von Lymphflüssigkeit) ca. 14 Tage nach der OP abgezogen werden (schmerzlos). Gegen Thrombose- und Emboliegefahr bekommen die Patienten Antithrombosespritzen. Trotz vorbeugender Gabe von Antibiotika für ca. 1 Woche sind Entzündungen im Wundbereich nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen, diese heilen jedoch spontan ab. Ein Taubheitsgefühl der Bauchhaut verschwindet nach einigen Monaten.

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Die Drainagen werden nach zwei bis vier Tagen entfernt. Durch die Verwendung von resorbierbaren Fäden erübrigt sich eine Nahtentfernung. Der Verband wird nach ca. einer Woche weggelassen, danach empfehle ich das Tragen von elastischer Kompressionswäsche. Berufstätige können – je nach Tätigkeit – nach zwei bis vier Wochen nach der OP wieder mit der Arbeit beginnen. Die sportlichen Aktivitäten können nach ca. 6 Wochen wieder vorsichtig aufgenommen werden.

 

Mitglied in den Fachverbänden:

International Society of Aesthetic Plastic Surgery
Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie
Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen

Zum Seitenanfang